VWL + ZuWiSTEOP · WU Wien

VWL STEOP: Angebot, Nachfrage & Marktgleichgewicht

Vier Gratis-Aufgaben zu Angebot, Nachfrage, Elastizität und Markteingriffen, im exakten Prüfungsformat der VWL + ZuWi STEOP-Klausur, mit Lösung.

Was wird geprüft?

Marktgleichgewicht in der VWL-STEOP-Klausur.

Marktgleichgewicht ist eines der Grundthemen im VWL-Teil der STEOP-Klausur: Angebots- und Nachfragekurven, Verschiebungen durch Einkommen, Kosten oder Steuern, Preiselastizität und die Wirkung von Markteingriffen wie Höchstpreisen. Die Klausur prüft dabei selten reines Auswendiglernen, sondern ob du aus einer Ausgangssituation richtig ableitest, wie sich Preis und Menge verändern.

Das solltest du können
  • Eine Verschiebung der Angebots- oder Nachfragekurve von einer Bewegung entlang der Kurve unterscheiden
  • Aus einem Angebots- oder Nachfrageschock die Richtung von Preis und Menge ableiten
  • Preiselastizität der Nachfrage einschätzen und ihre Wirkung auf den Umsatz interpretieren
  • Folgen eines Höchstpreises unterhalb des Gleichgewichts (Knappheit, Investitionsanreiz, Schwarzmarkt) erklären
4 Übungsaufgaben

Üben mit Lösung.

Versuch jede Aufgabe zuerst selbst, dann klapp die Lösung auf. Alle Aufgaben im exakten Prüfungsformat selbst erstellt.

1Aufgabe 1Mehrere richtig

Welche Aussagen zu Angebot und Nachfrage sind richtig?

Lösung anzeigen

Richtige Aussagen: A, B, C

AussageRichtig/FalschBegründung
(a)RichtigPreisänderungen des Gutes selbst bewegen nur den Punkt entlang der bestehenden Nachfragekurve.
(b)RichtigMehr Einkommen erhöht bei einem normalen Gut die Nachfrage bei jedem Preis, die Kurve wandert nach rechts.
(c)RichtigGenau das bedeutet eine Rechtsverschiebung: bei jedem Preisniveau eine höhere Menge.
(d)FalschDer Preis ist die zentrale Bestimmungsgröße der nachgefragten Menge, keine irrelevante Größe.
(e)FalschHöhere Kosten senken die Angebotsbereitschaft bei jedem Preis, die Angebotskurve verschiebt sich nach links, nicht nach rechts.

Richtige Aussagen: a, b, c

2Aufgabe 2Mehrere richtig

Der Staat erhöht die Mineralölsteuer, wodurch die Produktionskosten für Treibstoff steigen. Welche Aussagen zur Wirkung auf dem Treibstoffmarkt sind richtig?

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Richtige Aussagen: A, B, E

AussageRichtig/FalschBegründung
(a)RichtigHöhere Produktionskosten verschieben die Angebotskurve nach links, bei jedem Preis wird weniger angeboten.
(b)RichtigBei unveränderter Nachfrage trifft das neue, nach links verschobene Angebot die Nachfragekurve bei einem höheren Preis.
(c)FalschDie Gleichgewichtsmenge sinkt, sie steigt nicht.
(d)FalschDie Steuer wirkt auf die Kosten der Anbieter, nicht auf die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager — die Nachfragekurve selbst bleibt unverändert, der höhere Preis ist eine Bewegung entlang von ihr.
(e)RichtigBei höherem Preis und unveränderter Nachfragekurve wird weniger nachgefragt, die Gleichgewichtsmenge sinkt.

Richtige Aussagen: a, b, e

3Aufgabe 3Mehrere richtig

Welche Aussagen zur Preiselastizität der Nachfrage sind richtig?

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Richtige Aussagen: A, B, C

AussageRichtig/FalschBegründung
(a)RichtigJe leichter Konsumenten auf ein anderes Gut ausweichen können, desto stärker reagiert die Menge auf Preisänderungen.
(b)RichtigBei elastischer Nachfrage sinkt die Menge prozentual stärker als der Preis steigt, der Umsatz (Preis mal Menge) sinkt insgesamt.
(c)RichtigOhne Alternativen bleibt die nachgefragte Menge auch bei Preisänderungen weitgehend konstant.
(d)FalschVollkommen unelastisch bedeutet per Definition, dass sich die Menge trotz Preisänderung gar nicht verändert.
(e)FalschLuxusgüter haben typischerweise eine hohe, nicht niedrige Preiselastizität — man kann den Kauf leicht aufschieben oder ausweichen.

Richtige Aussagen: a, b, c

4Aufgabe 4Mehrere richtig

Der Staat führt für Mietwohnungen einen Höchstpreis unterhalb des Gleichgewichtspreises ein (Mietpreisdeckel). Welche Aussagen zu den Folgen sind richtig?

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Richtige Aussagen: A, B, D

AussageRichtig/FalschBegründung
(a)RichtigUnter dem Gleichgewichtspreis übersteigt die nachgefragte die angebotene Menge, es entsteht Knappheit.
(b)RichtigEin niedrigerer erzielbarer Preis senkt den Anreiz für Anbieter, zusätzliches Angebot zu schaffen.
(c)FalschDer Deckel senkt den erzielbaren Preis, das dämpft das Angebot eher, statt es zu erhöhen.
(d)RichtigWenn der offizielle Preis unter dem Gleichgewicht liegt, entsteht ein Anreiz, knappe Wohnungen inoffiziell zu einem höheren Preis zu vermitteln.
(e)FalschEin bindender Höchstpreis verhindert genau die Preisanpassung, die Angebot und Nachfrage sonst ausgleichen würde — deshalb bleibt die Knappheit bestehen.

Richtige Aussagen: a, b, d

Lerntipps

So holst du dir die Punkte.

01

Erst die Kurve identifizieren, die sich bewegt

Ändert sich der Preis des Gutes selbst, bewegst du dich entlang der Kurve. Ändert sich etwas anderes (Einkommen, Kosten, Steuer, Erwartungen), verschiebt sich die ganze Kurve.

02

Kurz skizzieren statt nur denken

Zwei Striche für Angebot und Nachfrage reichen, um zu sehen, in welche Richtung sich Gleichgewichtspreis und -menge verschieben. Das ist unter Zeitdruck schneller als Kopfrechnen.

03

Ursache und Wirkung sauber trennen

Der neue Preis ist das Ergebnis der Verschiebung, nicht ihre Ursache. Frag zuerst, welche Kurve sich verschiebt und warum, dann erst, was mit Preis und Menge passiert.

Häufige Fragen

Marktgleichgewicht: kurz erklärt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Verschiebung und einer Bewegung entlang der Nachfragekurve?

Eine Bewegung entlang der Kurve entsteht nur durch eine Preisänderung des Gutes selbst. Eine Verschiebung der ganzen Kurve entsteht durch alles andere, zum Beispiel Einkommen, Preise verwandter Güter oder Erwartungen.

Sind das echte Prüfungsfragen aus der VWL-STEOP-Klausur der WU Wien?

Nein. Es sind selbst erstellte Aufgaben im exakten Prüfungsformat, keine Originalfragen aus einer WU-Klausur.

Warum verschiebt eine Kostensteigerung die Angebotskurve nach links und nicht nach rechts?

Höhere Produktionskosten machen es bei jedem Preis weniger attraktiv anzubieten. Anbieter bieten deshalb bei gleichem Preis weniger an, die Angebotskurve verschiebt sich nach links (oben).

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Diese vier Aufgaben sind ein Auszug. Der vollständige Kurs deckt beide Klausurteile entlang der Vorlesung ab, mit vielen weiteren Aufgaben im Klausurformat und Prüfungssimulator.