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WiSo Aufnahmeprüfung

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Kapitel 1Prüfungsrelevanz 4/5Kostenlose Vorschau

Topic 01 — Aussagenlogik & Mengen

Aussagen, Verknüpfungen, Wahrheitstabellen, Mengenoperationen, Quantoren

Logik fragt in der Aufnahmeprüfung typisch: Folgt B aus A? Welche Aussage ist die Negation von X? Welche Menge entsteht durch Schnitt/Vereinigung? Kein Rechnen, dafür sauberes Denken.

Aussagen

Eine Aussage ist ein Satz, der wahr oder falsch ist. Beispiele:

  • "5 ist eine Primzahl" → wahr
  • "Wien liegt in Italien" → falsch
  • "Wie spät ist es?" → keine Aussage (Frage)
  • "x > 3" → keine Aussage (hängt von x ab, ist eine Aussageform)

Verknüpfungen

Mit Aussagen A und B bildet man neue Aussagen:

SymbolSprechweiseWahr, wenn
¬Anicht AA falsch ist
A ∧ BA und Bbeide wahr
A ∨ BA oder Bmindestens eine wahr (kein "entweder oder"!)
A ⇒ Bwenn A, dann BA falsch ODER B wahr
A ⇔ BA genau dann wenn Bbeide wahr oder beide falsch

Achtung Implikation A ⇒ B: ist nur falsch, wenn A wahr und B falsch ist. Aus etwas Falschem folgt alles ("ex falso quodlibet").

Beispiel: "Wenn es regnet, ist die Straße nass."

  • Es regnet, Straße nass → Aussage wahr
  • Es regnet, Straße trocken → Aussage falsch
  • Es regnet nicht, Straße nass → Aussage trotzdem wahr
  • Es regnet nicht, Straße trocken → Aussage wahr

Wahrheitstabelle

AB¬AA∧BA∨BA⇒BA⇔B
wwfwwww
wfffwff
fwwfwwf
ffwffww

Wichtige Regeln

De Morgan:

  • ¬(A ∧ B) ⇔ ¬A ∨ ¬B
  • ¬(A ∨ B) ⇔ ¬A ∧ ¬B

Kontraposition: A ⇒ B ist äquivalent zu ¬B ⇒ ¬A

  • Nicht äquivalent zu: B ⇒ A (Umkehrung), ¬A ⇒ ¬B (Inversion)

Negation von Implikation: ¬(A ⇒ B) ⇔ A ∧ ¬B

Quantoren

  • ∀ "für alle"
  • ∃ "es existiert mindestens ein"

Negation der Quantoren:

  • ¬(∀x: A(x)) ⇔ ∃x: ¬A(x) — "nicht alle X sind Y" heißt "es gibt mindestens ein X das nicht Y ist"
  • ¬(∃x: A(x)) ⇔ ∀x: ¬A(x) — "es gibt kein X mit Y" heißt "alle X sind nicht Y"

Mengen

Eine Menge ist eine Sammlung verschiedener Objekte. Notation: M = {1, 2, 3}.

Elementbeziehung: 2 ∈ M, 5 ∉ M.

Teilmenge: A ⊆ B heißt "jedes Element von A ist auch in B".

Mengenoperationen

Mit A = {1, 2, 3}, B = {3, 4, 5}, Grundmenge G = {1, ..., 6}:

OperationSymbolErgebnisBeispiel
VereinigungA ∪ Balle Elemente aus A oder B{1, 2, 3, 4, 5}
SchnittA ∩ Bgemeinsame Elemente{3}
DifferenzA \ Baus A ohne B-Anteil{1, 2}
KomplementA^c bzw. Āin G aber nicht in A{4, 5, 6}

De Morgan für Mengen:

  • (A ∪ B)^c = A^c ∩ B^c
  • (A ∩ B)^c = A^c ∪ B^c

Disjunkt: A ∩ B = ∅ (kein gemeinsames Element).

Typische Fallen

  1. "Oder" ist inklusiv: "A oder B" ist auch wahr wenn beide wahr sind. Das ausschließende "entweder oder" steht extra.
  2. Implikation vs Umkehrung: "Wenn A dann B" heißt nicht "Wenn B dann A". Beispiel: "Wenn es Hund ist, ist es Säugetier" — die Umkehrung ist falsch.
  3. Negation von "alle": ist nicht "keiner", sondern "mindestens einer nicht".
  4. A ⊆ A: jede Menge ist Teilmenge von sich selbst.
  5. Leere Menge ∅ ist Teilmenge jeder Menge.

Speed Tipps Aufnahmeprüfung

  • Bei Implikations-Fragen: schreib dir A und B kurz auf, bilde Kontraposition mental
  • Bei Mengen mit Mengendiagramm (Venn) zeichnen wenn unklar
  • Bei "welche Aussage ist äquivalent zu X": jede Option in Wahrheitstabelle prüfen ist zu langsam — De Morgan + Kontraposition reichen meistens
  • Bei Quantoren-Negation: Tausch ∀ ↔ ∃, negiere die Aussage dahinter
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